Mittwoch, 30. September 2015

Blogtour zu "Die Jägerin - Die Anfänge" - Protagonisteninterview





Hallo und Herzlich Willkommen an Tag 3 der Blogtour zu "Die Jägerin - Die Anfänge" von Nadja Losbohm. 
In den letzten beiden Tagen habt ihr ja durch Laura und Kätzchen schon so einiges über die Jäger bzw. das Davor erfahren. 

Heute bekommt ihr hautnahe Einblicke von Pater Michael und Ada selbst. 
Die beiden waren so nett und haben mir all meine Fragen beantwortet, aber lest selbst. 
                                                                                                                                                            


ICH: Hallo Ada, Hallo Pater Michael, es freut mich, dass ihr die Zeit gefunden habt, mir ein paar Fragen zu beantworten und ich verspreche auch, dass ich mich kurz fasse. Ich weiß ja, dass euer Tagesplan recht voll ist.

Pater Michael: Hallo Sarah. Es freut uns, dass du uns zu diesem Interview eingeladen hast. Du hast Recht. Unser Zeitplan ist sehr straff organisiert...
Ada: (fällt ihm ins Wort) ...aber für so eine liebe Interviewerin wie dich nehmen wir uns sehr gerne Zeit. (winkt mir fröhlich zu)


ICH: Kommen wir zu meiner ersten Frage.
Ada, wie war es für dich, als du erfahren hast, dass du eine Jägerin bist?

Ada: Das war eine Katastrophe für mich! Ich dachte, ich spinne und habe die ganze Zeit darauf gewartet, irgendwann eine versteckte Kamera zu sehen. Als ich den ersten Schock verdaut hatte, ging es und mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt.

ICH: Die versteckte Kamera hätte ich wahrscheinlich auch gesucht, da bist du nicht allein.
Pater, wie war es für Sie, als Ada bei Ihnen aufgekreuzt ist?

Pater Michael: Ich möchte gern Ada zitieren: Es war eine Katastrophe!
(Ada protestiert lautstark!) Nun, vielleicht nicht ganz. Schon bevor sie vor mir stand, wusste ich ja, dass der neue Jäger eine Frau ist, doch ich hatte keine Ahnung, wie viel Arbeit mir bevorstehen würde. Es war wirklich nicht einfach.
Ada: Jetzt übertreib nicht so! So schlimm war ich auch nun wieder nicht.
Pater Michael: Stimmt. Ganz so dramatisch war es nicht. Aber es hat schon eine Weile gedauert, bis ich mich an Adas Art gewöhnt hatte. Sie und ich sind so verschieden, haben nicht einmal die gleichen Interessen. Doch mit viel Gebet und Geduld ist es mir dann doch noch geglückt.
(Ada murmelt etwas von „Eigenlob stinkt!“)

ICH: Ich seh schon, ihr seid nicht immer so ganz einer Meinung, da wird meine nächste Frage bestimmt lustig.
Jetzt eine Frage an beide.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Jäger und wenn es bei jedem unterschiedlich ist, wonach richtet sich die Zeit? (Sagt zwar der Klappentext, aber mich interessieren die Ausnahmefälle :D )

Ada: Meine Ausbildung dauerte genau ein Jahr, wobei ich damals dachte, selbst das wäre noch zu früh. Aber der Padre kann dir da mehr drüber sagen.
Pater Michael: Für alle Jäger und Jägerinnen wird eine Ausbildungszeit von zwölf Monaten angesetzt. Keinen habe ich früher auf die Welt losgelassen. Da bin ich sehr konsequent. Viele dachten, sie seien schon vorher bereit, sich den Schrecken der Nacht entgegenzustellen, aber ich habe genug gesehen und erlebt, um es besser zu wissen. Es gehört nicht nur eine ausgezeichnete körperliche Verfassung dazu, ein Jäger zu sein. Es gibt vieles zu lernen. Außerdem ist es für alle eine enorme Umstellung, von einem öffentlichen Leben in die Anonymität zu wechseln. Die Jäger und Jägerinnen werden zu Schattengestalten, die für die Norm-Welt nicht mehr existieren. Sie müssen alles aufgeben und zurücklassen, was sie lieben. Das ist eine sehr große psychische Belastung. Und wie ich gern zu sagen pflege: Es ist eine Sache, über etwas zu hören, aber es ist eine völlig andere, etwas tatsächlich zu sehen. Und bisher ist noch jeder Jäger und jede Jägerin bei der ersten Begegnung mit einem Monster erstarrt und war unfähig, die Waffen zu zücken, sodass ich vielmehr noch ein oder zwei Extra-Wochen hinzufügen musste.

ICH: Das ist eine wirklich ausführliche Antwort, ich denke, dass ich, und auch die Leser jetzt noch sehr viel besser verstehen, was für eine Verantwortung es mit sich bringt, Jäger zu werden.
Habt ihr eigentlich Lieblingswaffen im Kampf?

Ada: Ich stehe total auf mein Schwert. Es ist ein echtes Schmuckstück!
Pater Michael: Ich bevorzuge die Waffen, mit denen man die Kreaturen der Nacht aus der Ferne eliminieren kann: Pfeil und Bogen, Pistole oder auch das Hunga Munga.
(Ada lacht lauthals; Pater Michael wirft ihr einen strengen Blick zu) Dies ist ein sichelartiges afrikanisches Wurfmesser und sehr tückisch sowohl in seiner Funktion als auch Handhabung. Heute verwenden wir es nicht mehr, aber ich lernte den Umgang damit, als ich ausgebildet wurde.
Ada: (täuscht ein Gähnen vor) Ja, wirklich alles sehr interessant.

ICH: Ich finde es wirklich sehr interessant, weil die Welt der Jäger für mich ja noch ganz neu ist Ada. Der Padre erklärt das wirklich toll für so unwissende wie mich.
Aber jetzt wieder eine Frage nur für dich. Wie viele Monster hast du in deiner Zeit als Jägerin schon erledigt, Ada?

Ada: Oh je! Nach dem hundertsten habe ich aufgehört zu zählen.

ICH: Oh, das versteh ich, ich hab es nicht so mit Zahlen, und welches war für dich am schwierigsten?

Ada: Am schwierigsten sind die, deren Arme so lang sind, dass sie auf dem Boden herumschleifen. Oh, und die Vampire. Diese flinken Biester kann ich ganz und gar nicht leiden.

ICH: Na das kann ich mir vorstellen, Vampire glitzern halt irgendwie doch nicht.
Wurdest du im Kampf gegen diese Kreaturen schon oft verletzt?

Ada: Na und ob! Mein ganzer Körper ist übersät von Narben. Die einzigen, die mich noch nicht erwischt haben, sind die Blutsauger und denen will ich auch gar nicht so nahekommen.

ICH: Verständlich, wer will das schon? Romantisch ist das bestimmt nicht. * grinst *
Pater, können Sie mir sagen, wie viele Arten von Monstern es gibt?

Pater Michael: Derzeit sind uns zehn Arten bekannt, doch es kommen immer wieder neue hinzu. Es ist ja so, dass die Kreaturen der Nacht die Schlechtigkeit der Menschen symbolisiert. Da sich die Menschen verändern, verändern sich auch die Untiere. Es wird in unserer Welt eben nie langweilig. (lächelt und zwinkert mir zu)

ICH: Langweilig wird es wirklich nie, dafür sorgen wir schon. * zwinkert zurück*
Das fachliche ist ja jetzt soweit geklärt und wir wollen den Lesern ja auch nicht alles vorweg nehmen, daher hab ich dann doch noch ein paar persönliche Fragen.
Eine gute Freundin von mir möchte gerne wissen, ob ihr beiden „Buffy im Bann der Dämonen“ kennt und wenn ja, was ihr davon haltet.

Pater Michael: Was ist das?
Ada: (verdreht die Augen) Schon klar, dass du das nicht kennst. Du musst es ihm nachsehen, Sarah. Er ist keine Fernseheule. Ich kenne „Buffy“ und fand die Serie sehr cool! Ich mag toughe Frauen. Allerdings muss ich gestehen, dass mir die Masken der Vampire nicht so gefallen haben. Ich habe bereits unzähligen Exemplaren gegenübergestanden und weiß, dass die Realität nicht mit dem übereinstimmt, was das Fernsehen zeigt. 

ICH: Das kann ich mir lebhaft vorstellen. Das Fernsehen zeigt ja sehr viel sehr beschönigt. Es hätte mich auch gewundert, wenn Vampire nicht verschönert worden wären.
Das Zusammenleben von einem Priester und einer Frau ist ja bestimmt nicht immer einfach. Wie geht ihr damit um, wenn ihr euch auf die Nerven geht?

Ada: Es ist wirklich nicht einfach, besonders dann, wenn es um Frauensachen geht wie die monatliche „Erdbeerwoche“. (Pater Michael gibt ein seltsames Geräusch von sich und verzieht gequält das Gesicht) Siehst du? Wie soll ich mit so jemandem über so etwas reden? Und wenn wir uns zoffen, können wir uns auch nur bedingt aus dem Weg gehen, obwohl unser unterirdisches Zuhause sehr groß ist. Aber früher oder später läuft man sich über den Weg. Da gilt es, sich schnell zu versöhnen. Wenn der Padre nur nicht so ein Sturkopf wäre.
Pater Michael: Ich bin ein Sturkopf?
Ada: Ja, du! Oder gibt es hier noch einen anderen Padre?
Pater Michael: Wir sollten dabei aber nicht vergessen zu erwähnen, dass auch du einen Dickkopf hast, nicht wahr?
Ada: Okay. Lass uns das später austragen. Wir sind hier schließlich nicht allein. Und außerdem: Der Klügere gibt nach. Hab ich Recht, Sarah?

ICH: * lacht * DAS hat meine Oma auch immer gesagt und dann trotzdem das letzte Wort gehabt.
Jetzt einmal Hand aufs Herz. Wer von euch beiden ist der chaotische Part?

Ada und Pater Michael: (antworten gleichzeitig) Ada!
Ada: Chaos ist mein zweiter Vorname. 
(Pater Michael nickt vehement)

ICH: Ihr seid euch einig? Das kann ich ja fast nicht glauben. Schnell weiter, bevor ihr es euch anders überlegt.
Stört es euch eigentlich, dass euer Heim für die Recherche zum Buch ständig belagert war?

Pater Michael: Ganz und gar nicht. Nadja war zwar sehr oft bei uns, um uns über die Schulter zu schauen und unsere Welt kennenzulernen, aber abgesehen von unseren Unterhaltungen mit ihr habe ich sie kaum bemerkt. Sie hat eine sehr ruhige Art zu arbeiten und ist eine stille Beobachterin.
Ada: Ganz recht. Sie hat uns in keiner Weise gestört oder gar belästigt. Ich glaube, ich spreche auch für den Padre, wenn ich sage, dass sie uns deshalb auch jeder Zeit wieder besuchen darf.
Pater Michael: Absolut!


ICH: Das freut mich, da wird man dann ja bestimmt noch einiges von euch lesen können.
Aber weiter möchte ich euch eigentlich auch gar nicht stören. Ihr habt garantiert noch genug zu tun. Gibt es denn noch etwas, was ihr den Menschen da draußen mit auf den Weg geben möchtet?

Pater Michael: Passen Sie auf sich auf!
Ada: Bricht die Nacht herein, stehen auf die Monsterlein. Also: Bleibt lieber des Nachts zu Hause!
ICH: Vielen Dank für eure ehrlichen Antworten und die geopferte Zeit.

Ada: Wir danken dir, Sarah, dass du uns besucht hast. Es hat sehr viel Spaß gemacht.
Pater Michael: Es war mir eine große Freude, Sarah, und wenn du möchtest, darfst du gern wieder einmal herkommen.
ICH: Danke, es hat mir wirklich großen Spaß gemacht und ich komme gerne wieder, eure Schokokekse sind echt toll. * Ada zuzwinker* 

                                                                                                                                                            


Wie ihr lesen konntet, habe ich die beiden ordentlich gelöchert und ich hoffe, dass ich auch Fragen gestellt habe, die euch interessieren. 


Morgen erfahrt ihr dann von Katrin, wie so eine Stellenanzeige für den "Beruf" des Jägers aussehen würde. 

Ich würde mich freuen, wenn ihr kurz kommentieren könntet, wie euch das Interview gefallen hat und was ihr für Fragen an Ada und den Padre habt.

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GEWINNSPIEL


Lest alle aufmerksam unsere Beiträge zur Tour. In allen sind die Antworten für die Fragen enthalten, welche wir euch am 7. Tag auf Bella´s Blog stellen.


Danach habt ihr 7 Tage Zeit die Fragen zu beantworten.

Die Gewinner werden dann am darauf folgenden Sonntagabend auf Nadja´s Jägerinnen-Facebook-
Seite veröffentlicht.

Viel Glück! 




Freitag, 25. September 2015

Young World - Die Clans von New York



Rezension zu "Young World - Die Clans von New York" von Chris Weitz 


Seiten: 384

Verlag: dtv

Erscheinungsdatum: 22. September 2015

Originaltitel: The Young World

Preis: 18,95 € (Hardcover)
          15,99 € (Ebook)

Beim dtv kaufen






Klappentext: 


Es gab ein Leben davor. 
Dann kam die Seuche. 
Übrig blieben nur die Teenager. 
Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Clans, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. 
Doch als Brainbox, das Genie ihres Clans, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes – Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahn-Schächte inklusive. 
Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.


Meine Meinung: 


Ja, was soll ich zu diesem Buch sagen, auf das ich erst vor kurzem aufmerksam geworden bin. 
Der Klappentext klang zwar nach einer typischen Dystopie, dennoch hat er die Neugier in mir geweckt und ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. 
Das Cover des Buches passt eigentlich so gar nicht in mein Bücherregal, dennoch hat es seinen Platz gefunden und sieht wirklich gut aus. (Es fühlt sich auch schön an und ist mal etwas ganz anderes für mich.)

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir eigentlich gar nicht schwer, natürlich muss man sich in einer neuen Welt zuerst einmal zurecht finden, aber durch den Schreibstil von Chris Weitz ist mir dies unbeschreiblich leicht gefallen und ich konnte mich sehr schnell in dieser dystopischen Welt orientieren. 
Auch wenn es mich sonst eher stört, wenn zu sehr in Jugend- und Umgangssprache geschrieben wird, fand ich doch, dass es zu diesem Buch wirklich sehr gut gepasst hat, denn in welcher postapokalyptischen Welt wird noch Wert auf die Ausdrucksweise gelegt? Da hat man irgendwie andere Probleme. 

Das Buch wird aus der Sicht von Jefferson und aus der Sicht von Donna erzählt. 
Wobei mir Donna zunächst wirklich auf die Nerven geht. Irgendwie ist ihr Verhalten nichts für mich. Das hat sich allerdings nach einiger Zeit geändert und ich habe mich immer über die Abschnitte aus ihrer Sicht gefreut. 
Jefferson war mir mit seiner Art sofort sympathisch und das hat sich im Verlauf der Geschichte auch immer mehr gefestigt und ich habe mit ihm gehofft und mir gewünscht, dass er das erreicht, was er sich vorgenommen hat. 
Auch die anderen Charaktere sind gut getroffen, Brainbox, Peter, SeeThrough und Co. machen das Buch zu dem, was es ist.
Ihr dürft euch also auf eine Reise durch eine postapokalyptische Welt freuen. 
Die Story ist flüssig zu lesen und es ist an keiner Stelle langweilig gewesen. Auch wurde nichts unnötig in die Länge gezogen und das letzte Drittel des Buches hat mich komplett die Zeit vergessen lassen. 
Daher kam mir das Ende auch zu abrupt, irgendwie wollte ich nicht, dass es vorbei ist. 
Jetzt heißt es "Warten auf den 2. Teil". 

Abschließend kann ich sagen, dass mich "Young World" begeistert hat und ich fand es sehr schön, dass die Welt von Jeff, Donna und den anderen so ziemlich auf dem Stand unserer jetzigen Welt war, bevor die Seuche kam. 
Für mich ist dieser erste Teil ein wirklich gelungener Auftakt und würde ich mit einem Wertungssystem arbeiten, würde ich 4,5 von 5 Punkten vergeben. 
Empfehlen würde ich "Young World" auf jeden Fall JEDEM, der Dystopien mag. 




Donnerstag, 17. September 2015

Der Waldläufer: Durch Sumpf und Wald - Gastrezension von Cornelia Krompaß


Gastrezension zu "Der Waldläufer: Durch Sumpf und Wald" von Arne Rosenow


Hallo meine lieben Schlossbewohner, 

heute habe ich eine Gastrezension im Rahmen der "Indie´s auf Wanderschaft" für euch. 
Hier könnt ihr lesen, wie Cornelia Krompaß "Der Waldläufer: Durch Sumpf und Wald" von Arne Rosenow gefallen hat. 




Der Waldläufer – Durch Sumpf und Wald

Eine Entführung in die Märchen- und Sagenweld verschiedenster Regionen


Der junge Armin lebt als Knecht auf einem Gutshof unweit des Teufelsmoors. Sein Leben ist von Entbehrungen und Schikanen bestimmt, die ihm durch seinen Gutsherrn Fiete auferlegt werden. Als die Schikanen überhand nehmen, kann Armin entfliehen und seine abenteuerliche und sagenhafte Wanderung durch das mittelalterliche Deutschland beginnt.

Armin begegnet auf seiner Reise ganz unterschiedlichen Figuren aus der Sagen- und Märchenwelt. So trifft er auf seiner Wanderung auf sonderbare Menschen, Hexen und Zwerge und streift durch verwunschene Wälder. Er lernt sich und seine Umwelt auf eine faszinierende Art und Weise kennen, die mich als Leser sehr berührt hat. Armin muss auf seiner Reise manchmal schmerzhaft lernen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, ich sage nur „selber lesen“.

Allein vom Cover hätte ich das Buch nicht gelesen, es erinnerte mich mehr an ein Sachbuch, als an einen Roman. Doch zum Glück hatte ich eine zweite Chance zum genaueren Hinsehen. Der Klappentext hat mich dann doch neugierig gemacht. Am Anfang musste ich mich an den Schreibstil des Autors gewöhnen, doch das gelang mir recht schnell. Jedem, der Sagen und Märchen genauso liebt wie ich, ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Die Harmonie des Romanhelden mit den regionalen Sagen und Märchen fand ich sehr gut umgesetzt. 

Dieses Buch erschien mir zu keiner Zeit langatmig, im Gegenteil, für mich war es spannend von der ersten bis zur letzten Seite und ich freue mich auf den zweiten Teil, den ich mir ganz bestimmt zulegen werde.
© Cornelia Krompaß

Dienstag, 8. September 2015

Bad Romeo & Broken Juliet - Wohin du auch gehst



Rezension zu "Bad Romeo & Broken Juliet - Wohin du auch gehst" von Leisa Rayven


Seiten: 496

Erscheinungsdatum: 23. Juli 2015

Originaltitel: Bad Romeo


Preis: 14,99 € (Taschenbuch)
          12,99 € (Ebook)

Bei Fischer kaufen

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Klappentext:


Bad Romeo & Broken Juliet: Wirklich große Liebesgeschichten haben kein Happy End. 
Sie enden nie. 

Der Traum vom unsterblichen Ruhm führt Cassandra Taylor und Ethan Holt zu einer der berühmtesten Schauspielakademien der USA. 
Bereits während des Vorsprechens kommt es zu einem schicksalshaften Ereignis: Cassandra und Ethan spielen eine gemeinsame Szene so perfekt, als besäßen sie eine tiefe Verbindung und würden sich seit Jahren kennen. Zwischen ihnen herrscht eine Anziehungskraft, die weder einstudiert noch erklärbar ist. 
Für das Auswahlverfahren erweist sich dies als Glücksfall: Cassandra und Ethan werden als das bekannteste Liebespaar der Geschichte gecastet.
 Trotz der gegenseitigen Anziehungskraft klappt es privat zwischen den beiden überhaupt nicht. Dennoch sind sie auch in den kommenden Jahren die perfekte Besetzung für große Liebesgeschichten. 
Und mit jedem Vorhang der fällt, werden Cassandra und Ethan tiefer in das Wunder der Liebe hineingezogen.

Meine Meinung: 


Wow! 
Das Buch verspricht auf jeden Fall, was es verspricht. 
Nicht nur das Äußere glänzt, auch der Inhalt ist mit Gold überzogen.
Schaut man sich da Cover an, kann man bereits erahnen, was Programm ist.
Auch der Klappentext lässt bei mir keine Wünsche offen.

Viele sagen, dass die Geschichte zwischen Cassie und Ethan eine "bittersüße Neuauflage" von Romeo und Julia ist, dem kann ich nur zustimmen.
Auch wenn es hier nicht um die Liebe zwischen verfeindeten Familienmitgliedern geht, so erinnern die beiden schon stark an das wohl bekannteste Liebespaar.
Leisa Rayven hat hier eine Geschichte neu aufleben lassen und mit ihren eigenen Ideen und Elementen erweitert und geändert, die immer wieder wunderschön und nie zu viel ist.

In "Bad Romeo & Broken Juliet - Wohin du auch gehst" begleitet man Cassandra auf ihrem Weg zu ihrem großen Traum - Schauspielerin werden.
Dass sie dabei einiges mehr erlebt wird durch den Klappentext angedeutet und man darf wirklich gespannt sein und sich in die Geschichte fallen lassen.

Cassandra ist mir direkt von Beginn an total sympathisch und sie schafft es, im Laufe der Geschichte noch sympathischer zu werden.
Ich wollte sie immer wieder ermuntern, weiter zu machen und nicht aufzugeben auch wenn alles noch so grau erscheint.
Auch zum Ende des Buches hin wollte ich sie einfach nur in den Arm nehmen.

Ethan Holt ist anders - das sollte jedem, der dieses Buch liest klar sein.
Hier haben wir weder den super romantischen, absolut perfekten Freund (eher unperfekt perdekt), noch den absoluten Bad Boy. Holt ist einfach einzigartig - wie genau, das müsst ihr allerdings selbst heraus finden.
Ich kann euch nur so viel dazu sagen, dass Ethan mein Herz im Sturm erobert und es bisher noch nicht wieder heraus gerückt hat.

Der Schreibstil der Autorin hat mir auch sehr gut gefallen und es war sehr schön, dass der Perspektivenwechsel mal komplett anders ist und nicht zwischen Ethan und Cassie springt.
Lasst euch überraschen, was die Autorin sich hier ausgedacht hat - mich hat es einfach begeistert.

Empfehlen kann ich dieses Buch jedem, der romantische Geschichten liebt, jedem, der nie genug von Romeo und Julia bekommen kann und vor allem jedem, der einen absolut unperfekt perfekten jungen Mann kennen lernen möchte.
Ich kann abschließend nur sagen, dass ich "Bad Romeo & Broken Juliet" sehr genossen habe, einfach rettungslos verliebt bin und mich total auf den zweiten Teil freue.

Danke an den Fischer Verlag, dass es dieses wundervolle Buch in euer Verlagsprogramm geschafft hat.


Careless - ewig verbunden



Rezension zu "Careless - ewig verbunden" von S.C. Stephens 


Seiten: 736

Verlag: Goldmann

Erscheinungsdatum: 10. August 2015

Originaltitel: Reckless

Preis: 9,99 € (Broschiert)
          8,99 € (Ebook)


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Es handelt sich um Teil 3 der Reihe, daher können Klappentext und Rezension Spoiler zu den vorherigen Teilen enthalten. 
Die Rezension zu Teil 1 findet ihr hier: "Thoughtless"
Die Rezension zu Teil 2 findet ihr hier: "Effortless"


Klappentext: 


Kellans Rock-Band ist über Nacht berühmt geworden, und er selbst ist auf einmal ein begehrter Superstar. 
Und so ist Kieras Beziehung plötzlich eine Geschichte der Öffentlichkeit, die Presse verbreitet Lügen, und an jeder Ecke warten kreischende Mädchen auf Kellan. 
Werden die Freundschaften, die geknüpft wurden, das überstehen? 
Wird die Band, die inzwischen zu einer kleinen Familie geworden ist, zusammenhalten? 
Und hat Kieras und Kellans leidenschaftliche Liebe inmitten des explosiven Ruhms noch eine Chance?

Meine Meinung:


Dieser Teil knüpft direkt an Teil 2 "Effortless" an und hat mich auch direkt in seinen Bann gezogen. 
Ich habe oft gehört, dass viele diesen Teil nicht so gerne mögen, aber ich finde, dass hier die Emotionen noch echter sind und noch besser rüber kommen als in den vorherigen Teilen. 
Es wirkt alles echt und nicht gestellt und man kann sich wirklich vorstellen, wie Kellan und Kiera versuchen ihre Beziehung, trotz Tourstress" zu meistern. 
Das das nicht immer leicht ist, erklärt sich ja schon von selbst - was genau passiert und wie die beiden damit umgehen, müsst ihr allerdings schon selbst lesen. 

Kiera wird mir in diesem Teil noch sympathischer als im letzten, was auch daran liegt, dass sie eine extreme Wandlung durchgemacht hat, wenn man sie mit dem Mädchen aus dem ersten Teil vergleicht. Vor allem gefällt mir, dass sie eine besondere Stärke entwickelt und nicht direkt den Kopf in den Sand steckt. 

Dass ich Kellan vergöttere, solltet ihr ja langsam wissen, und wäre ich nicht vergeben, dann müsste ich mich arg zusammenreißen, um ihn Kiera nicht auszuspannen. 
Auch in diesem Teil finde ich, dass Kellan perfekt getroffen wurde, seine verletzliche Seite kommt wunderbar zur Geltung und es gibt Momente, da möchte man ihn einfach packen und aus dem ganzen heraus ziehen um ihn vor allem zu bewahren. 
Ich freue mich total, dass es im November ein Buch aus Kellans Sicht geben wird. Perfekt um sich die Zeit bis Weihnachten zu vertreiben. 

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir auch in diesem Buch besonders gut und ich konnte es in einem Rutsch durchlesen. 
Auch die Covergestaltung passt sehr schön zu den vorherigen Bänden und macht sich ausgesprochen gut im Regal. 

Ich hoffe, dass wir noch viel von S.C. Stephens zu lesen bekommen, denn in ihren Büchern kann ich sehr schön abtauchen. 

Weil wir uns lieben



Rezension zu "Weil wir uns lieben" von Colleen Hoover


Seiten: 384

Erscheinungsdatum: 24. Juli 2015

Originaltitel: This Girl 

Preis: 9,95 € (Taschenbuch)
          7,99 € (Ebook)


Beim DTV kaufen

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Es handelt sich um Teil 3 der Reihe, daher enthalten Klappentext und Rezension Spoiler zu den vorherigen Teilen. Die Rezension zu Teil 1 findet ihr hier: "Weil ich Layken liebe"
Die Rezension zu Teil 2 findet ihr hier: "Weil ich Will liebe"


Klappentext:


Will und Layken sind wieder da.

Ein Auf und Ab der Gefühle - das ist die Liebesbeziehung von Will und Layken seit dem ersten Tag, an dem sie sich trafen. 
Erst jetzt, nach ihrer Hochzeit, scheint ihr Glück perfekt zu sein - wäre da nicht Wills Vergangenheit, die einen Keil zwischen die beiden zu treiben droht . . .


Meine Meinung: 


Ihr wisst ja bereits, dass ich die beiden Vorgänger dieses Buches wirklich liebe. 
Dementsprechend hatte ich auch sehr hohe Ansprüche an dieses Buch - ich bin mir auch nach drei Mal lesen noch immer nicht sicher, ob diese alle erfüllt wurden, aber ich habe mich direkt wie Zuhause gefühlt. Also das Buch ist auf jeden Fall besser als gut. 

Ich mag euch eigentlich echt nicht viel zu diesem Buch verraten, denn ich könnte definitiv nur spoilern, was auch der Grund ist, warum ihr so lange auf diese Rezension warten musstet. 
Ich weiß einfach nicht, wie ich euch sagen soll, dass ich Layken noch mehr ins Herz geschlossen habe und dass ich Will einfach nur noch toller finde. 
Dabei kann ich definitiv nur zu viel verraten. 
Nur so viel, ich habe vieles aus den vorherigen Büchern noch besser verstanden. 
Auch wenn ich zur Story viel sagen würde, wüsstet ihr schon viel zu viel. 
Auch wenn die beiden jetzt verheiratet sind, so wird es doch nie langweilig und besonders das Ende hat mich wirklich zu Tränen gerührt. 

Also lass ich euch einfach an meinen Emotionen teilhaben. 
Während des Lesens habe ich immer wieder das Gefühl gehabt, dass ich mitten drin bin und Will und Layken durch ihre Geschichte begleite. Immer wieder musste ich Tränen wegdrücken, damit ich weiter lesen konnte und immer wieder war ich total glücklich und hab mich total wohl gefühlt. 
Danke Colleen Hoover, dass es noch einen abschließenden Teil zu Will und Lake gibt. 
Natürlich wollte ich nicht, dass es überhaupt endet, aber das Ende ist eigentlich perfekt. 


Also, wenn ihr "Weil ich Layken liebe" und "Weil ich Will liebe" mögt, dann müsst ihr "Weil wir uns lieben" unbedingt lesen, dieser Abschluss der Reihe ist wirklich durchaus gelungen.