Mittwoch, 30. September 2015

Blogtour zu "Die Jägerin - Die Anfänge" - Protagonisteninterview





Hallo und Herzlich Willkommen an Tag 3 der Blogtour zu "Die Jägerin - Die Anfänge" von Nadja Losbohm. 
In den letzten beiden Tagen habt ihr ja durch Laura und Kätzchen schon so einiges über die Jäger bzw. das Davor erfahren. 

Heute bekommt ihr hautnahe Einblicke von Pater Michael und Ada selbst. 
Die beiden waren so nett und haben mir all meine Fragen beantwortet, aber lest selbst. 
                                                                                                                                                            


ICH: Hallo Ada, Hallo Pater Michael, es freut mich, dass ihr die Zeit gefunden habt, mir ein paar Fragen zu beantworten und ich verspreche auch, dass ich mich kurz fasse. Ich weiß ja, dass euer Tagesplan recht voll ist.

Pater Michael: Hallo Sarah. Es freut uns, dass du uns zu diesem Interview eingeladen hast. Du hast Recht. Unser Zeitplan ist sehr straff organisiert...
Ada: (fällt ihm ins Wort) ...aber für so eine liebe Interviewerin wie dich nehmen wir uns sehr gerne Zeit. (winkt mir fröhlich zu)


ICH: Kommen wir zu meiner ersten Frage.
Ada, wie war es für dich, als du erfahren hast, dass du eine Jägerin bist?

Ada: Das war eine Katastrophe für mich! Ich dachte, ich spinne und habe die ganze Zeit darauf gewartet, irgendwann eine versteckte Kamera zu sehen. Als ich den ersten Schock verdaut hatte, ging es und mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt.

ICH: Die versteckte Kamera hätte ich wahrscheinlich auch gesucht, da bist du nicht allein.
Pater, wie war es für Sie, als Ada bei Ihnen aufgekreuzt ist?

Pater Michael: Ich möchte gern Ada zitieren: Es war eine Katastrophe!
(Ada protestiert lautstark!) Nun, vielleicht nicht ganz. Schon bevor sie vor mir stand, wusste ich ja, dass der neue Jäger eine Frau ist, doch ich hatte keine Ahnung, wie viel Arbeit mir bevorstehen würde. Es war wirklich nicht einfach.
Ada: Jetzt übertreib nicht so! So schlimm war ich auch nun wieder nicht.
Pater Michael: Stimmt. Ganz so dramatisch war es nicht. Aber es hat schon eine Weile gedauert, bis ich mich an Adas Art gewöhnt hatte. Sie und ich sind so verschieden, haben nicht einmal die gleichen Interessen. Doch mit viel Gebet und Geduld ist es mir dann doch noch geglückt.
(Ada murmelt etwas von „Eigenlob stinkt!“)

ICH: Ich seh schon, ihr seid nicht immer so ganz einer Meinung, da wird meine nächste Frage bestimmt lustig.
Jetzt eine Frage an beide.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Jäger und wenn es bei jedem unterschiedlich ist, wonach richtet sich die Zeit? (Sagt zwar der Klappentext, aber mich interessieren die Ausnahmefälle :D )

Ada: Meine Ausbildung dauerte genau ein Jahr, wobei ich damals dachte, selbst das wäre noch zu früh. Aber der Padre kann dir da mehr drüber sagen.
Pater Michael: Für alle Jäger und Jägerinnen wird eine Ausbildungszeit von zwölf Monaten angesetzt. Keinen habe ich früher auf die Welt losgelassen. Da bin ich sehr konsequent. Viele dachten, sie seien schon vorher bereit, sich den Schrecken der Nacht entgegenzustellen, aber ich habe genug gesehen und erlebt, um es besser zu wissen. Es gehört nicht nur eine ausgezeichnete körperliche Verfassung dazu, ein Jäger zu sein. Es gibt vieles zu lernen. Außerdem ist es für alle eine enorme Umstellung, von einem öffentlichen Leben in die Anonymität zu wechseln. Die Jäger und Jägerinnen werden zu Schattengestalten, die für die Norm-Welt nicht mehr existieren. Sie müssen alles aufgeben und zurücklassen, was sie lieben. Das ist eine sehr große psychische Belastung. Und wie ich gern zu sagen pflege: Es ist eine Sache, über etwas zu hören, aber es ist eine völlig andere, etwas tatsächlich zu sehen. Und bisher ist noch jeder Jäger und jede Jägerin bei der ersten Begegnung mit einem Monster erstarrt und war unfähig, die Waffen zu zücken, sodass ich vielmehr noch ein oder zwei Extra-Wochen hinzufügen musste.

ICH: Das ist eine wirklich ausführliche Antwort, ich denke, dass ich, und auch die Leser jetzt noch sehr viel besser verstehen, was für eine Verantwortung es mit sich bringt, Jäger zu werden.
Habt ihr eigentlich Lieblingswaffen im Kampf?

Ada: Ich stehe total auf mein Schwert. Es ist ein echtes Schmuckstück!
Pater Michael: Ich bevorzuge die Waffen, mit denen man die Kreaturen der Nacht aus der Ferne eliminieren kann: Pfeil und Bogen, Pistole oder auch das Hunga Munga.
(Ada lacht lauthals; Pater Michael wirft ihr einen strengen Blick zu) Dies ist ein sichelartiges afrikanisches Wurfmesser und sehr tückisch sowohl in seiner Funktion als auch Handhabung. Heute verwenden wir es nicht mehr, aber ich lernte den Umgang damit, als ich ausgebildet wurde.
Ada: (täuscht ein Gähnen vor) Ja, wirklich alles sehr interessant.

ICH: Ich finde es wirklich sehr interessant, weil die Welt der Jäger für mich ja noch ganz neu ist Ada. Der Padre erklärt das wirklich toll für so unwissende wie mich.
Aber jetzt wieder eine Frage nur für dich. Wie viele Monster hast du in deiner Zeit als Jägerin schon erledigt, Ada?

Ada: Oh je! Nach dem hundertsten habe ich aufgehört zu zählen.

ICH: Oh, das versteh ich, ich hab es nicht so mit Zahlen, und welches war für dich am schwierigsten?

Ada: Am schwierigsten sind die, deren Arme so lang sind, dass sie auf dem Boden herumschleifen. Oh, und die Vampire. Diese flinken Biester kann ich ganz und gar nicht leiden.

ICH: Na das kann ich mir vorstellen, Vampire glitzern halt irgendwie doch nicht.
Wurdest du im Kampf gegen diese Kreaturen schon oft verletzt?

Ada: Na und ob! Mein ganzer Körper ist übersät von Narben. Die einzigen, die mich noch nicht erwischt haben, sind die Blutsauger und denen will ich auch gar nicht so nahekommen.

ICH: Verständlich, wer will das schon? Romantisch ist das bestimmt nicht. * grinst *
Pater, können Sie mir sagen, wie viele Arten von Monstern es gibt?

Pater Michael: Derzeit sind uns zehn Arten bekannt, doch es kommen immer wieder neue hinzu. Es ist ja so, dass die Kreaturen der Nacht die Schlechtigkeit der Menschen symbolisiert. Da sich die Menschen verändern, verändern sich auch die Untiere. Es wird in unserer Welt eben nie langweilig. (lächelt und zwinkert mir zu)

ICH: Langweilig wird es wirklich nie, dafür sorgen wir schon. * zwinkert zurück*
Das fachliche ist ja jetzt soweit geklärt und wir wollen den Lesern ja auch nicht alles vorweg nehmen, daher hab ich dann doch noch ein paar persönliche Fragen.
Eine gute Freundin von mir möchte gerne wissen, ob ihr beiden „Buffy im Bann der Dämonen“ kennt und wenn ja, was ihr davon haltet.

Pater Michael: Was ist das?
Ada: (verdreht die Augen) Schon klar, dass du das nicht kennst. Du musst es ihm nachsehen, Sarah. Er ist keine Fernseheule. Ich kenne „Buffy“ und fand die Serie sehr cool! Ich mag toughe Frauen. Allerdings muss ich gestehen, dass mir die Masken der Vampire nicht so gefallen haben. Ich habe bereits unzähligen Exemplaren gegenübergestanden und weiß, dass die Realität nicht mit dem übereinstimmt, was das Fernsehen zeigt. 

ICH: Das kann ich mir lebhaft vorstellen. Das Fernsehen zeigt ja sehr viel sehr beschönigt. Es hätte mich auch gewundert, wenn Vampire nicht verschönert worden wären.
Das Zusammenleben von einem Priester und einer Frau ist ja bestimmt nicht immer einfach. Wie geht ihr damit um, wenn ihr euch auf die Nerven geht?

Ada: Es ist wirklich nicht einfach, besonders dann, wenn es um Frauensachen geht wie die monatliche „Erdbeerwoche“. (Pater Michael gibt ein seltsames Geräusch von sich und verzieht gequält das Gesicht) Siehst du? Wie soll ich mit so jemandem über so etwas reden? Und wenn wir uns zoffen, können wir uns auch nur bedingt aus dem Weg gehen, obwohl unser unterirdisches Zuhause sehr groß ist. Aber früher oder später läuft man sich über den Weg. Da gilt es, sich schnell zu versöhnen. Wenn der Padre nur nicht so ein Sturkopf wäre.
Pater Michael: Ich bin ein Sturkopf?
Ada: Ja, du! Oder gibt es hier noch einen anderen Padre?
Pater Michael: Wir sollten dabei aber nicht vergessen zu erwähnen, dass auch du einen Dickkopf hast, nicht wahr?
Ada: Okay. Lass uns das später austragen. Wir sind hier schließlich nicht allein. Und außerdem: Der Klügere gibt nach. Hab ich Recht, Sarah?

ICH: * lacht * DAS hat meine Oma auch immer gesagt und dann trotzdem das letzte Wort gehabt.
Jetzt einmal Hand aufs Herz. Wer von euch beiden ist der chaotische Part?

Ada und Pater Michael: (antworten gleichzeitig) Ada!
Ada: Chaos ist mein zweiter Vorname. 
(Pater Michael nickt vehement)

ICH: Ihr seid euch einig? Das kann ich ja fast nicht glauben. Schnell weiter, bevor ihr es euch anders überlegt.
Stört es euch eigentlich, dass euer Heim für die Recherche zum Buch ständig belagert war?

Pater Michael: Ganz und gar nicht. Nadja war zwar sehr oft bei uns, um uns über die Schulter zu schauen und unsere Welt kennenzulernen, aber abgesehen von unseren Unterhaltungen mit ihr habe ich sie kaum bemerkt. Sie hat eine sehr ruhige Art zu arbeiten und ist eine stille Beobachterin.
Ada: Ganz recht. Sie hat uns in keiner Weise gestört oder gar belästigt. Ich glaube, ich spreche auch für den Padre, wenn ich sage, dass sie uns deshalb auch jeder Zeit wieder besuchen darf.
Pater Michael: Absolut!


ICH: Das freut mich, da wird man dann ja bestimmt noch einiges von euch lesen können.
Aber weiter möchte ich euch eigentlich auch gar nicht stören. Ihr habt garantiert noch genug zu tun. Gibt es denn noch etwas, was ihr den Menschen da draußen mit auf den Weg geben möchtet?

Pater Michael: Passen Sie auf sich auf!
Ada: Bricht die Nacht herein, stehen auf die Monsterlein. Also: Bleibt lieber des Nachts zu Hause!
ICH: Vielen Dank für eure ehrlichen Antworten und die geopferte Zeit.

Ada: Wir danken dir, Sarah, dass du uns besucht hast. Es hat sehr viel Spaß gemacht.
Pater Michael: Es war mir eine große Freude, Sarah, und wenn du möchtest, darfst du gern wieder einmal herkommen.
ICH: Danke, es hat mir wirklich großen Spaß gemacht und ich komme gerne wieder, eure Schokokekse sind echt toll. * Ada zuzwinker* 

                                                                                                                                                            


Wie ihr lesen konntet, habe ich die beiden ordentlich gelöchert und ich hoffe, dass ich auch Fragen gestellt habe, die euch interessieren. 


Morgen erfahrt ihr dann von Katrin, wie so eine Stellenanzeige für den "Beruf" des Jägers aussehen würde. 

Ich würde mich freuen, wenn ihr kurz kommentieren könntet, wie euch das Interview gefallen hat und was ihr für Fragen an Ada und den Padre habt.

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GEWINNSPIEL


Lest alle aufmerksam unsere Beiträge zur Tour. In allen sind die Antworten für die Fragen enthalten, welche wir euch am 7. Tag auf Bella´s Blog stellen.


Danach habt ihr 7 Tage Zeit die Fragen zu beantworten.

Die Gewinner werden dann am darauf folgenden Sonntagabend auf Nadja´s Jägerinnen-Facebook-
Seite veröffentlicht.

Viel Glück! 




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